Donnerstag, 22.01.2026

Rüsselsheim: Stadtplaner und Landesministerium beraten Eselswiese, Stellantis-Flächen und Baulandoffensive

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Am 13. November versammelten sich in Rüsselsheim am Main kommunale Stadtplaner und Akteure der Baulandentwicklung zu zwei aufeinanderfolgenden Veranstaltungen: der Sitzung der Arbeitsgemeinschaft der Planungsamtsleiterinnen und -leiter des Hessischen Städtetags sowie einer Informationsveranstaltung des Hessischen Wirtschaftsministeriums zur Baulandoffensive.

Arbeitsgemeinschaft der Planungsamtsleiterinnen und -leiter

Die Sitzung begann am Vormittag im Rathaus. Stadtrat Simon Valerius erklärte, die Herausforderungen in Rüsselsheim hätten ihn zuletzt dazu bewogen, die Verantwortung von einer Amtsleitungs- in eine Dezernentenposition zu überführen; als Gastgeber stellte er die laufenden Planungen der Stadt vor. Frank Kohmann, Leiter des Fachbereichs Stadt- und Grünplanung, präsentierte städtebauliche Projekte, darunter die Entwicklung der Eselswiese sowie Vorhaben auf Teilen der ehemaligen Stellantis-Flächen. Weitere Themen waren rechtliche Rahmenbedingungen für Beschleunigungen im Bauwesen, namentlich die jüngsten Änderungen am Baugesetzbuch, die vielfach als sogenannter ‚Bauturbo‘ bezeichnet werden.

Die Teilnehmenden schlossen den Vormittag mit einer Besichtigung der geplanten Motorworld im früheren Opel-Altwerk ab, um sich vor Ort ein Bild von Umnutzungs- und Entwicklungsoptionen zu machen.

Informationsveranstaltung zur Baulandoffensive

In kurzer Entfernung zur Rathausveranstaltung informierte das Hessische Wirtschaftsministerium später am Tag in einer Werkhalle über seine Baulandoffensive; Rüsselsheim war einer von drei ausgewählten Orten im Land, an denen das Programm vorgestellt wurde. Dabei berichtete Valerius über Erfahrungen aus der praktischen Baulandentwicklung, exemplarisch am Projekt Eselswiese. Er betonte, dass die jetzt angestoßenen Prozesse die Stadt über Jahrzehnte begleiten werden und deshalb eine kontinuierliche und nachhaltige Entwicklung im gemeinsamen Interesse liege.

Relevanz für kommunale Planung

Die Doppelveranstaltung brachte Praxisberichte aus einer Kommune mit landespolitischer Information zusammen. Für Planungsämter und Kommunen steht dabei die Frage im Mittelpunkt, wie Flächenentwicklungen mit rechtlichen Neuerungen und Programmen des Landes verzahnt werden können, um Wohn- und Nutzungsbedarf zu decken, Umnutzungen zu ermöglichen und zugleich langfristige Nachhaltigkeitsziele zu beachten.

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