Donnerstag, 22.01.2026

Wiesbaden erweitert Kohlheckschule mit Mensa, Ganztag und Doppelsporthalle

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Mit einem symbolischen ersten Spatenstich hat am Freitag, 12. Dezember, der Erweiterungsbau der Kohlheckschule an der Kohlheckstraße 43 begonnen. Die bisher dreizügige Grundschule wird zu einer vierzügigen Schule ausgebaut. Das Projekt schafft neue Unterrichts- und Betreuungsflächen und umfasst unter anderem eine Mensa, Ganztagsräume und eine Doppelsporthalle.

Raumangebot und Schulalltag

Der Neubau soll Platz für zusätzliche Klassen und Betreuungsangebote bieten. Geplant sind eine Mensa mit angeschlossener Küche, die etwa 400 Kindern ein warmes Mittagessen ermöglichen soll, sowie Räume für die Ganztagsbetreuung. Im südlichen Gebäudeteil entsteht eine Doppelsporthalle, die neben dem Sportunterricht auch für schulische und quartiersbezogene Veranstaltungen genutzt werden kann. Auf dem zuvor als Sportplatz genutzten Bereich ist ein zweiter Pausenhof vorgesehen.

Die Gebäudeteile werden über eine zentrale Eingangshalle verbunden, die kurze Wege und Transparenz im Schulalltag gewährleisten soll. Die Mensa, die Küche und zusätzliche Unterrichtsräume sind im nördlichen Bereich des Baus geplant.

Schuldezernent Dr. Hendrik Schmehl betonte die Bedeutung der Erweiterung für den Ganztag. „Der Ganztag wächst und die Anforderungen an moderne Lernorte steigen. Die neuen Räume schaffen nicht nur Platz, sondern eröffnen auch neue pädagogische Möglichkeiten“, sagte er.

Nachhaltigkeit und Bauweise

Die Stadt beschreibt den Neubau als Hybridbau aus Holz und Massivmaterialien. Eine hinterlüftete Holzlamellenfassade soll die Gebäudeoptik vereinheitlichen. Das Retentionsdach wird begrünt und verbessert den Wärmeschutz. Auf dem Dach ist eine Photovoltaikanlage mit rund 200 kWp geplant, die zur Eigenversorgung beitragen soll.

Regenwasser wird in einer Zisterne gesammelt und für die Bewässerung der Außenflächen verwendet. Die Wärmeversorgung ist über eine Luftwasserwärmepumpe und Fußbodenheizung vorgesehen. Baudezernent Andreas Kowol verwies auf die Klimaschutzaspekte des Projekts und sagte, dass Holzbauweise, Photovoltaik und Regenwassernutzung zeigen, wie Schulen zukunftsfest und umweltverträglich gestaltet werden können.

Kosten, Zeitplan und Zuständigkeit

Die Planung und Umsetzung übernimmt die WiBau GmbH. Der Neubau umfasst rund 3.961 Quadratmeter Bruttogrundfläche. Die Gesamtinvestition beträgt etwa 26,7 Millionen Euro. Nach dem Spatenstich beginnen die Rohbauarbeiten; die Fertigstellung ist für Anfang 2028 vorgesehen.

Oberbürgermeister Gert Uwe Mende bezeichnete das Bauvorhaben als langfristige Investition in die Stadt. „Jede Investition in unsere Schulen ist eine Investition in die Zukunft unserer Stadt“, sagte er und betonte die Bedeutung zeitgemäßer Lernbedingungen vor Ort.

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