In Wiesbaden sind seit Jahresbeginn 253 Abfallbehälter durch Brände beschädigt oder vollständig zerstört worden. Das teilten die Entsorgungsbetriebe der Landeshauptstadt mit. Die Zahl liegt damit mehr als dreimal so hoch wie in den gesamten Jahren 2024 und 2025, in denen jeweils 86 Behälter betroffen waren.
Ausmaß und Kosten
Besonders betroffen sind große Vier-Rad-Behälter. Von den bislang zerstörten Tonnen entfielen 142 auf diese größeren Behälter, die wegen ihres Fassungsvermögens höhere Ersatzkosten nach sich ziehen. Die Entsorgungsbetriebe beziffern die reinen Mehrkosten für Ersatzanschaffungen, Aufkleber, Logistik, Entsorgung der beschädigten Behälter sowie den zusätzlichen Personalaufwand schätzungsweise im mittleren fünfstelligen Bereich.
Gefahren für Menschen und Infrastruktur
Die Betriebe warnen davor, dass brennende Mülltonnen sich in kurzer Zeit auf Fahrzeuge, Gebäude oder andere Gegenstände ausbreiten können. Dadurch entstehe nicht nur Sachschaden, sondern auch ein erhebliches Risiko für Anwohnerinnen und Anwohner sowie Einsatzkräfte. Zudem könne der gestiegene Bedarf an neuen Behältern zu Lieferverzögerungen und Engpässen führen, etwa wenn ein Behälter wegen Defekts ersetzt werden muss.
Empfehlungen und Reaktionen
Die Entsorgungsbetriebe appellieren an die Bevölkerung, auf die Abfallbehälter zu achten und ungewöhnliche Aktivitäten zu melden. Als mögliche Präventionsmaßnahme schlagen sie vor, die Tonnen erst am Leerungstag an die Straße zu stellen und nach der Leerung zeitnah wieder auf das Grundstück zu bringen. Außerdem sollten die Behälter so gesichert werden, dass Unbefugte keinen Zugang haben.
Beobachtungen und Hinweise zu den Mülltonnenbränden sollen der Wiesbadener Polizei gemeldet werden, so die Empfehlung der Entsorgungsbetriebe.
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