Dienstag, 25.08.2026

Wiesbaden diskutiert Integration der Thermalquellen in die Stadtentwicklung

Empfohlen

redaktion
redaktionhttps://ruesselsheimer-bote.de
Rüsselsheim liest. Rüsselsheim lebt.

Am Samstag, 29. August, lädt der WerkRaum in der Langgasse zu einem öffentliche Thementag über die Zukunft der Wiesbadener Thermalquellen. Initiatorin Yvonne Kirchdörfer hat dazu einen Dialog angekündigt, in dem die 26 Quellen, ihre Rolle für das Stadtbild und mögliche Nutzungen im Zeichen der Wärmewende thematisiert werden sollen.

Programm und Ablauf

Die Veranstaltung beginnt um 14 Uhr mit einem etwa einstündigen, kostenfreien Stadtspaziergang zu den heißen Quellen. Am späten Nachmittag stellt der Stadtplaner Moritz Petrasch um 17.30 Uhr ein Konzept für die Umgestaltung des Kochbrunnenplatzes vor. Die Idee sieht den Platz als einen sogenannten Vierten Ort vor, wie er in einem ausliegenden Modell veranschaulicht wird.

Im Anschluss sind zwei Podiumsdiskussionen geplant. Um 18.30 Uhr trägt das erste Panel den Titel Mit allen Wassern gewachsen und beleuchtet die Bedeutung der Thermalquellen für Wiesbadens Stadtentwicklung und Identität. Ab 19.30 Uhr diskutieren Fachleute unter dem Thema Klimaneutrale Wärme für Wiesbaden die Chancen urbaner Geothermie. Die Veranstaltungszeiten reichen voraussichtlich bis etwa 20.30 Uhr. Interessierte können sich für die einzelnen Programmpunkte anmelden.

Zentrale Fragen der Debatte

Im Mittelpunkt der Gespräche stehen zwei eng verknüpfte Fragestellungen: In welcher Form lassen sich die Quellen in künftige Planungen einbinden und welche Potenziale bieten sie als Ressource für die Wärmewende. Erwogen wird dabei nicht nur eine städtebauliche Aufwertung, sondern auch eine teilweise Reaktivierung der Quellen und eine nachhaltige Nutzung des thermischen Wassers zur Wärmeversorgung.

Die Diskussion soll sowohl die historische Bedeutung der Quellen für die städtische Identität aufgreifen als auch praktische Fragen zur Machbarkeit, Kosten und ökologischen Verträglichkeit geothermischer Lösungsansätze thematisieren.

Projektkontext

Der WerkRaum ist Teil der Aktivitäten rund um die World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026. Die WDC 2026 wird durch das Land Hessen, die Stadt Frankfurt am Main und den Kulturfonds Frankfurt RheinMain gefördert. Der Thementag reiht sich in die Bestrebungen ein, stadtplanerische und gestalterische Fragen öffentlich zu verhandeln.

Organisatorische Hinweise wie Anmeldeformalitäten werden von den Veranstaltern bereitgestellt. Die Debatten sollen Perspektiven für einen nachhaltigen Umgang mit der Ressource Wasser liefern und mögliche Beiträge der Thermalquellen zur Energieversorgung der Stadt ausloten.

Quelle anzeigen

Weiterlesen

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Aktuelles