Freitag, 12.06.2026

Eichenprozessionsspinner treten vermehrt im Rhein Main auf

Empfohlen

redaktion
redaktionhttps://ruesselsheimer-bote.de
Rüsselsheim liest. Rüsselsheim lebt.

Der Eichenprozessionsspinner wird im Rhein Main wieder häufiger beobachtet. Vor etwa 20 Jahren waren die Raupen erstmals auf städtischen Eichen in Hofheim entdeckt worden und damals von Fachleuten in Schutzanzügen entfernt worden. Seither greifen Behörden und Dienstleister regelmäßig zu Bekämpfungsmaßnahmen, wenn Befälle auftreten.

Vorkommen und Verhalten

Die Art ist ein kleiner Nachtfalter, dessen Larven sich in charakteristischen Prozessionen zu den Fraßplätzen bewegen. Ausgewachsene Raupen bilden Gespinste an Eichen, in denen sie leben und sich verpuppen. Die Tiere können sich in Siedlungsräumen ansiedeln und dort insbesondere an städtischen Bäumen wiederholt auftreten.

Gesundheitsrisiken durch Brennhaare

Problematisch sind die feinen Brennhaare der Raupen. Sie können leicht abbrechen und mit dem Wind verteilt werden. Beim Menschen können diese Haare verschiedene allergische Reaktionen auslösen. Typische Symptome sind Hautausschläge mit Rötungen, Schwellungen und starkem Juckreiz. Werden Haare eingeatmet, sind Reizungen der Mund und Nasenschleimhäute sowie Husten und Asthmaanfälle möglich.

Maßnahmen und Empfehlungen

Auf öffentlichen Flächen wie Spielplätzen veranlassen Kommunen die Bekämpfung. Bei Befall an Bäumen auf Privatgrundstücken raten Behörden dazu, nicht auf eigene Faust zu handeln. Fachbetriebe für Schädlingsbekämpfung und Unternehmen aus Garten und Landschaftsbau bieten inzwischen entsprechende Dienstleistungen an. Privathaushalte sollten professionelle Beratung in Anspruch nehmen, da falsches Entfernen die Verbreitung der Haare fördern und Gesundheitsrisiken erhöhen kann.

Quelle anzeigen

Weiterlesen

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Aktuelles